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| Der Mann,
der König sein will Eric Margolis Trump hat ein ernstes Problem. Er will der Stupor Mundi, also der Herrscher der Welt, sein, doch ihm gehen die Eroberungsziele aus. Alexander der Große stieß auf ein ähnliches Problem, als seine Vorhut das heutige Afghanistan erreichte: Oh Zeus! Nicht schon wieder eine verdammte Wüste! Hört die denn nie auf? Trump hat die US-Präsidentschaft trotz Skandalen und Amtsenthebungsverfahren zweimal gewonnen. Nun spricht er von einer illegalen dritten Amtszeit, die von seinen Heerscharen von Anwälten und zwielichtigen politischen Beratern eingefädelt werden soll. Er hat gerade die Regierung Maduro in Venezuela gestürzt, die lange im Visier der US-Intrigen stand. Damit gelang Trump ein äußerst kompetenter Putsch und eine Militäroperation, die das Maduro-Regime chirurgisch enthauptete. Der viel geschmähte und verhöhnte Kriegsminister Pete Hegseth, ehemals Fox News, verdient Anerkennung für diese komplexe militärisch-politische Operation. Gleiches gilt für die CIA, die den Boden für diese erfolgreiche Operation bereitete. Der verstorbene Präsident Jimmy Carter hatte weniger Glück, als er nach der iranischen Revolution versuchte, amerikanische Geiseln aus dem Iran zu befreien. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die großen amerikanischen Ölkonzerne in dieses Spiel verwickelt waren. Waren sie etwa überrascht von Trumps Behauptung, die USA würden fortan Venezuelas riesige Reserven an minderwertigem Öl unter ihre Fittiche nehmen? Es war nur eine Frage der Zeit, bis US-Ölexperten entsandt würden, um Venezuelas Ölproduktion zu modernisieren. Früher nannte man das Plünderung. Seit dem Zweiten Weltkrieg vertreten die USA die Auffassung, dass alles Öl, überall, ihnen gehört. Wir alle wissen, dass die Kriege im Pazifik und in Europa vor allem dank der absoluten Kontrolle der USA über das Öl gewonnen wurden. Wie konnten die Japaner nur glauben, sie könnten es mit den USA, anderen europäischen Kolonialmächten und der Sowjetunion aufnehmen, wenn sie nur einen Jahresvorrat an Öl hätten? Israel hat das ölreiche Venezuela bereits seit den 1950er-Jahren im Visier. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Trump und sein enger Verbündeter, Israels Benjamin Netanjahu, eng bei einer neuen Kampagne zum Sturz des wackeligen iranischen Regimes zusammengearbeitet haben. Hinzu kommen Syriens Baschar al-Assad, die instabile libanesische Regierung und Venezuelas lästiges Maduro-Regime. Israelische Regierungssprecher erklärten unmissverständlich, sie beabsichtigten, das Gesicht des Nahen Ostens zu verändern. Trumps Invasion Venezuelas und die Plünderung seiner Ölvorkommen bedeuten, dass Kuba, das vom kostenlosen venezolanischen Öl lebte, dem wirtschaftlichen Zusammenbruch geweiht scheint, sofern Mexiko nicht einspringt und Venezuela kostenlos mit Öl versorgt. Was können die ehemaligen venezolanischen Verbündeten Russland und China dagegen tun? Wahrscheinlich nicht viel, außer sich zu beschweren. Wer wird auf Trumps Liste der Nationen stehen, die sich dem neuen US-Imperialismus widersetzen? Kolumbien und Brasilien natürlich. Dazu kommen die Türkei, Serbien, Spanien, Südafrika und natürlich der große Bösewicht China. Trump hat es auf die Schweiz und aus irgendeinem Grund auf das brave Kanada abgesehen. Könnten bald alle Wildtiere auf Trumps Abschussliste landen? |
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| erschienen am 9. Januar 2026 auf > Eric Margolis' Website > Artikel | ||||||||||||||
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