|
||||||||||||||
| Burkina
Fasos Präsident Ibrahim Traoré hat einen Todeswunsch Declan Hayes
Obwohl der 37-jährige Präsident von Burkina Faso, Ibrahim Traoré, kerngesund erscheint, dürfte er wohl mit einem gewaltsamen Tod weit vor seinem 63. Geburtstag rechnen, der der durchschnittlichen Lebenserwartung seiner Landsleute entspricht. Betrachten wir die Fakten, die für seinen vorzeitigen Tod sprechen: Der Präsident des Kongo Patrice Lumumba war 36, als die NATO ihn tötete, und der Präsident von Burkina Faso Thomas Sankara war 38, als die NATO ihn umbrachte. Zwar bildete Libyens Muammar Gaddafi eine Ausnahme, da er 69 Jahre alt wurde, bevor die NATO ihn ermordete und vergewaltigte (wir kamen, wir sahen, er starb haha), doch egal, wie man es dreht und wendet: Traoré lebt auf geliehener Zeit. Ein Blick auf Traorés Vorstrafenregister bestätigt dies. Burkina Faso ist eines jener Länder, die US-Präsident Trump vielleicht nicht ganz unberechtigt als Drecksloch bezeichnete. Das BIP Burkina Fasos ist tatsächlich im Keller, und über 80 % der Bevölkerung leben am Existenzminimum. Traoré zeigt sich empört darüber und hat eine Reihe von Reformen im Gesundheitswesen und der Infrastruktur eingeleitet, um dies zu ändern. Er macht Bildung und Krankenhausversorgung kostenlos und hat schwere Baumaschinen importiert, damit die Burkiner Straßen selbst bauen können, anstatt horrende Summen an französische Bauunternehmen zu zahlen, die nur so tun, als würden sie diese bauen. Die Straßen sind ein wichtiger Meilenstein, denn Traoré hat darauf hingewiesen, dass diese Gangster nicht einmal ordentliche Straßen zu den Goldminen Burkina Fasos gebaut haben, der wichtigsten Einnahmequelle seines Landes. Burkina Faso produziert derzeit etwa 57,3 Tonnen Gold pro Jahr. Traoré weitet die Kontrolle seiner Regierung über diese Minen durch die staatliche Société de Participation Minière du Burkina (SOPAMIB) aus, die kürzlich zwei ehemalige Goldminen des kanadischen Bergbauunternehmens Endeavour Mining erworben hat. Er plant, viele weitere Minen zu verstaatlichen, ähnlich wie der ermordete Gaddafi (vermeintlich töricht) die Ressourcen seines Landes verstaatlichte. Nachdem Burkina Faso auch reich an Zink, Kupfer, Mangan und Diamanten ist, ist Traoré wie schon Lumumba, Sankara und andere afrikanische Machthaber vor ihm der Ansicht, dass die Bevölkerung Burkina Fasos einen angemessenen Anteil der Erträge erhalten sollte. Daher muss er, wie die NATO-Mafia sagen würde, weg. Um dieses Vorhaben, das einem Todesurteil gleichkommt, zu veranschaulichen, betrachten wir den Auftritt des AFRICOM-Kommandeurs General Michael Langley vor dem US-Senat, bei dem er berichtete, dass Traoré das Gold seines Landes für seine eigenen Zwecke nutzen wolle und nicht für das Wohl der einfachen Bevölkerung Burkina Fasos oder, genauer gesagt, der kanadischen, australischen und anderen NATO-Unternehmen, die sich derzeit auf Kosten der verarmten Bevölkerung Burkina Fasos bereichern. Obwohl die NATO Traorés Unverschämtheit möglicherweise umgehen könnte, werden seine Verbrechen in den Augen der NATO durch seine Zusammenarbeit mit anderen eigenwilligen Führern in der Sahelzone noch verschärft. Die NATO sieht die derzeitigen Machthaber von Burkina Faso, Niger und Mali als gefährliche Wegbereiter, die Subsahara-Afrika auf einen unabhängigen und souveränen Weg führen könnten eine Situation, die die NATO nicht hinnehmen kann und wird. Deshalb befinden sich ukrainische Söldner in Mali, amerikanische und rumänische Söldner und allerlei andere Übeltäter im Kongo, und deshalb steht Traoré im Zentrum des größten Sturms aller Zeiten. Der belgische Agrarkolonialismus ist in der Demokratischen Republik Kongo nach wie vor weit verbreitet. Malawi kauft jährlich 150.000 kg Reis aus Indien, obwohl seine Nachbarländer Tansania und Madagaskar bedeutende Reisproduzenten sind. Würde Malawi seinen Reis von dort beziehen, entstünden zusätzliche 175 Millionen US-Dollar, die innerhalb der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) zirkulieren könnten, ganz im Sinne des Plans des ermordeten und sexuell misshandelten Muammar Gaddafi. Obwohl Traoré ein fähiger Mann zu sein scheint, der in Burkina Faso Unmögliches vollbringt um ein altes Sprichwort zu bemühen: Wunder brauchen etwas länger als das Unmögliche , hätte Traoré mit chinesischer Unterstützung tatsächlich eine Chance auf Erfolg. Der Handel zwischen China und Burkina Faso ist derzeit vernachlässigbar. China verkauft hauptsächlich Lkw, Traktoren und Motorräder im Wert von 40 Millionen US-Dollar und erhält im Gegenzug Mangan, Rohbaumwolle und Ölsaaten. Obwohl China dieses Verhältnis leicht zum Vorteil beider Seiten verändern könnte, ist es fraglich, ob China die nötige moralische Stärke besitzt, die NATO-Strukturen zu gefährden. Genau darin liegt die Bedrohung, die AFRICOM nicht nur für Traoré, sondern für ganz Afrika darstellt. Die Mission von AFRICOM besteht darin, die Bedrohung, die Traorés Anhänger für die anhaltenden Machenschaften der NATO darstellen deren Hauptziel es ist, Afrika der größeren NATO-Familie unterzuordnen , einzudämmen und letztendlich zu beseitigen. Sollten die aufstrebenden Staaten der Sahelzone ihre Machenschaften fortsetzen und beispielsweise China seine Hafenanlagen in Abidjan an der Elfenbeinküste ausbauen, hätten Traoré, seine Kumpane und ihre Landsleute eine größere Chance, von Trumps Liste der Drecksloch-Länder gestrichen zu werden und ihre eigene, unabhängige Zukunft zu gestalten. Da AFRICOM jedoch damit beauftragt ist, Burkina Faso und verbündete afrikanische Länder zu unterdrücken, halte ich das für unwahrscheinlich, genauso wie ich nicht glaube, dass Traoré noch lange leben wird. Dennoch gilt: Ex Africa aliquid semper novi, aus Afrika kommt immer etwas Neues, wie Plinius der Ältere einst witzelte. Und obwohl Traoré höchstwahrscheinlich Lumumba und Sankara ins frühe Grab folgen wird, haben er und seine Mitstreiter eine patriotische panafrikanische Bewegung neu entfacht, die die NATO immer schwerer eindämmen und kontrollieren kann, sobald andere Afrikaner dem von Traoré, Lumumba und Sankara vorgezeichneten Weg folgen. Auch wenn das Ende des AFRICOM in Afrika noch nicht absehbar ist, haben die Architekten seines Untergangs bereits die Mittel dazu in der Hand und dafür gebührt Traoré und den anderen afrikanischen Vorreitern Anerkennung.
siehe dazu auch > Jean-Paul Pougala - Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen |
||||||||||||||
| erschienen am 5. Mai 2025 auf > Strategic Culture Foundation > Artikel | ||||||||||||||
| > | < | |||||||||||||
| > AKTUELLE LINKS | ||||||||||||||
|
||||||||||||||
| Im ARCHIV finden Sie immer interessante Artikel! | ||||||||||||||
| Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen! | ||||||||||||||
| <<< Inhalt | ||||||||||||||