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| Trump
verwechselt Benzinpreise in seiner Rede zur Lage der
Nation Adam Dick
Präsident Donald Trump spricht, anders als sein Vorgänger Joe Biden, häufig mit Journalisten. In diesen Pressekonferenzen und anderen Interaktionen unterlaufen ihm mitunter falsche Tatsachenbehauptungen. Bis zu einem gewissen Grad ist es verständlich, ihm solche Fehler in spontanen Äußerungen zu verzeihen. Doch wenn Trump in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation eindeutig falsche Tatsachenbehauptungen aufstellt, ist das etwas ganz anderes. Genau das erlebten wir, als Trump am Dienstagabend seine Rede hielt. Die Reden zur Lage der Nation, die Präsidenten jedes Jahr vor dem gesamten Kongress, Kabinettsmitgliedern, Richtern des Obersten Gerichtshofs und anderen hochrangigen Vertretern der US-Regierung halten, werden von einem Team akribisch recherchiert, verfasst, faktisch überprüft und überarbeitet. Sie gehören, zusammen mit den Antritts- und Abschiedsreden, zu den am sorgfältigsten vorbereiteten Reden, die ein Präsident hält. Reden zur Lage der Nation sind so gut wie alles andere als spontan. Wenn man sachliche Fehler mit einbezieht, scheint es nahezu sicher, dass sie trotz des Wissens um ihre Falschheit aufgenommen wurden. Sachliche Fehler lassen stark vermuten, dass der Präsident absichtlich gelogen oder unwissentlich eine Lüge wiederholt hat, die bewusst in die Redevorbereitung eingearbeitet wurde. Die Rede enthielt zahlreiche irreführende Aussagen, die sich geschickter Formulierungen bedienten, um mehr zu suggerieren, als tatsächlich gesagt wurde. Es gab auch einiges an Übertreibung, bei der Trump großspurige Behauptungen aufstellte, die jeglicher Grundlage entbehrten. Beide Arten von Äußerungen traten besonders deutlich in dem Teil der Rede hervor, in dem Trump seine Behauptung untermauerte, die amerikanische Wirtschaft habe sich von einem historisch desaströsen Zustand am Ende von Bidens Präsidentschaft zum besten aller Zeiten nach einem Jahr seiner Präsidentschaft entwickelt. Diese zwielichtigen Verkäuferfloskeln sind beunruhigend, doch was wirklich herausstach, waren die eklatanten Lügen, ob nun, weil Trump auf deren Aufnahme bestand oder weil er sich ihnen anschloss, als sein Redenteam sie in die Rede einfügte. Eine dieser glatten Lügen betraf den Benzinpreis und war Teil der Rede, in der Trump die US-Wirtschaft von einem desolaten Zustand zu einem florierenden Geschäft geführt haben soll. Man denke nur an Trumps Behauptung, der Benzinpreis in Amerika liege in den meisten Bundesstaaten unter 2,30 Dollar pro Gallone. Natürlich lebt kaum jemand, der die Rede verfolgte, in der Nähe einer Tankstelle mit solch günstigen Preisen. So billiges Benzin mag vereinzelt erhältlich sein, entspricht aber definitiv nicht dem Durchschnittspreis in den meisten Bundesstaaten. Laut den täglichen Benzinpreisberichten des Automobilclubs AAA lag der durchschnittliche Benzinpreis in Amerika am Tag nach Trumps Rede bei 2,97 Dollar etwa 70 Cent über dem von Trump behaupteten Preis in den meisten Bundesstaaten. Betrachtet man die Liste der durchschnittlichen Preise in den einzelnen Bundesstaaten des AAA, so liegt der niedrigste Durchschnittspreis bei 2,40 Dollar in Oklahoma über zehn Cent über dem von Trump genannten Preis. Der nächstniedrigste Durchschnittspreis in einem Bundesstaat liegt weitere 12 Cent höher bei 2,52 Dollar in Mississippi. Und so geht es weiter bergauf. In einem Dutzend Bundesstaaten und Washington, D.C. liegt der Benzinpreis bei über drei Dollar pro Gallone. Wohlgemerkt, dies ist der Preis für Normalbenzin die günstigste Variante. Super- und Premiumbenzin sowie Diesel kosten mehr. Bemerkenswert an Trumps Aussage zu den Benzinpreisen in seiner Rede zur Lage der Nation ist auch, dass viele anwesende Republikaner, darunter Vizepräsident J.D. Vance und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson (Republikaner aus Louisiana), die hinter Trump standen, nach seiner Behauptung über die Benzinpreise aufstanden und applaudierten. Viele Zuschauer zu Hause dürften diese Aussage für unglaubwürdig oder gar absurd gehalten haben. Ein größerer Anteil der anwesenden Republikaner, von denen man aufgrund ihrer Arbeit erwarten würde, dass sie mit solchen Angelegenheiten vertraut sind, hätte skeptisch sein oder ihm entschieden widersprechen müssen. Und genau das mag auch der Fall gewesen sein. Nichtsdestotrotz war es die Lüge ihres Kandidaten, und so applaudierten sie begeistert. |
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| erschienen am 25. Februar 2026 auf > Ron Paul Institute for Peace and Prosperity > Artikel | ||||||||||||||
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