HOME   INHALT   BLOG   INFO   LINKS   VIDEOS   ARCHIV   KONTAKT   ENGLISH
 
     

"Entweder verhindert die Revolution den Krieg oder der Krieg wird die Revolution bringen" - Mao Tsetung

     
  Italien weist Behauptungen des NATO-Generalsekretärs zurück und versichert dem Iran, es habe den US-Krieg nicht unterstützt

Trump und die italienische Ministerpräsidentin gerieten in Streit, weil Rom eine Anfrage der USA betreffend Landungen amerikanischer Bomber in Italien während des Krieges abgelehnt hatte.

Dave DeCamp

 

Der italienische Außenminister Antonio Tajani sprach am Donnerstag mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi und versicherte ihm, Italien habe den US-Krieg gegen den Iran nicht unterstützt. Zuvor hatte NATO-Generalsekretär Mark Rutte behauptet, 500 US-Militärflugzeuge seien während der US-israelischen Bombardierungskampagne von Stützpunkten in Italien gestartet.

„Italien hat sich niemals an einer militärischen Initiative beteiligt und niemals die Nutzung von Stützpunkten für Kriegshandlungen gegen den Iran genehmigt – unter strikter Einhaltung der Verträge mit den Vereinigten Staaten“, erklärte Tajani in einer Stellungnahme zu seinem Telefonat mit Araghchi.

Ruttes Äußerungen erfolgten, nachdem italienische Regierungsvertreter wiederholt erklärt hatten, Italien habe keine direkten Militäraktionen gegen den Iran von italienischem Boden aus autorisiert. Das italienische Verteidigungsministerium räumte jedoch ein, dass während der Bombardierungskampagne „technische und logistische, nicht-kinetische Aktivitäten“ genehmigt worden seien.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sagte am Donnerstag, Rutte habe Italiens Rolle in den US-Militäroperationen verworren dargestellt und wies darauf hin, dass ihr öffentlicher Streit mit Präsident Trump begonnen habe, als Italien US-Bombern, die am Krieg beteiligt waren, die Landung auf US-Basen im Land verweigerte.

„In seiner – sagen wir mal – enthusiastischen Darstellung hat der Generalsekretär Dinge vermischt, die sich tatsächlich stark voneinander unterscheiden, und die Arten der genehmigten Flüge verwechselt“, sagte Meloni.

„Wir haben uns nicht am Konflikt mit dem Iran beteiligt. Hätten wir uns übrigens am Iran-Konflikt beteiligt, gäbe es keine Erklärung für diese Enttäuschung, die der US-Präsident immer wieder betont“, fügte sie hinzu.

Nach dem G7-Gipfel in Frankreich behauptete Trump, Meloni habe ihn um ein Foto „angebettelt“, was sie entschieden zurückwies. In einem Beitrag auf Truth Social griff Trump Meloni am Samstag an und bezog sich dabei auf ihre Haltung zum Krieg.

„Ihre Beliebtheitswerte in Italien sind im Keller, möglicherweise weil sie die Vereinigten Staaten von Amerika, ein Land, das Italien wirklich liebt und beschützt, im Stich gelassen hat, als es darum ging, Iran den Erwerb oder die Entwicklung von Atomwaffen zu verwehren (aber das hat die NATO im Übrigen auch getan!)“, schrieb Trump.

„Sie hat uns nicht einmal erlaubt, Italiens Landebahnen zu benutzen, was logistisch eine enorme Unannehmlichkeit darstellt, und das, obwohl die USA jährlich Hunderte von Milliarden Dollar für den Schutz Italiens und anderer sogenannter NATO-Verbündeter ausgeben. Jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika den Iran militärisch besiegt haben, will sie wieder mit ihm befreundet sein, um ihre Zustimmungswerte zu steigern. Nein danke!!!“

Während Trump behauptet, Meloni verliere aufgrund ihrer mangelnden Unterstützung des Konflikts mit dem Iran an Popularität, zeigen Umfragen in Italien, dass der Krieg äußerst unpopulär ist. Laut einer Mitte April durchgeführten Umfrage missbilligten 79 % der Italiener Trumps Vorgehen im Krieg, darunter 76 % der Wähler der Mitte-Rechts-Partei, Melonis Wählerbasis.

 
     
  erschienen am 25. Juni 2026 auf > Antiwar.com > Artikel  
  Archiv > Artikel von Dave DeCamp auf antikrieg.com  
     
>

Die neue Normalität des Spazierengehens

<
     
  > AKTUELLE LINKS  
     
Antikrieg - Dossiers:
Syrien Israel Jemen Libyen Korea Ukraine

WikiLeaks

     
Einige Lesetips aus dem Archiv:
  Paul Craig Roberts - Die gesamte westliche Welt lebt in kognitiver Dissonanz
  Andrew J. Bacevich - Die Kunst, das Gedächtnis zu formen
  Robert Barsocchini - Israels ‚Recht sich zu verteidigen’: Ein Aggressor kann nicht in Selbstverteidigung handeln
  Jean-Paul Pougala - Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen
  Ben Norton - Bericht des britischen Parlaments führt aus, wie der NATO-Krieg 2011 gegen Libyen auf Lügen basierte
  Marjorie Cohn - Menschenrechtsgeheuchel: USA kritisieren Kuba
  John V. Walsh - Warum sind Russland und China (und der Iran) vorrangige Feinde der herrschenden Elite der Vereinigten Staaten von Amerika?
  John Horgan - Warum Töten Soldaten Spaß macht 
  Jonathan Turley - Das Große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex
  Jonathan Cook - Die vorgetäuschte Welt der Konzernmedien
  Oded Na'aman - Die Kontrollstelle
  Klaus Madersbacher - Seuchen
  Klaus Madersbacher - Hässliche Bilder
  Mark Danner - US-Folter: Stimmen von dunklen Orten
  Paul Craig Roberts - Die Neuversklavung der Völker des Westens
  Stephen Kinzer - Amerikas Staatsstreich im Schneckentempo
  Im ARCHIV finden Sie immer interessante Artikel!  
  Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!  
  <<< Inhalt