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Zerstörung saudischer Pipelines führt uns von der Krise
in die Katastrophe Kyle Anzalone
Der Konflikt im Nahen Osten entwickelt sich für Präsident Donald Trump zunehmend zum Desaster. Die Strategie, den Iran in die Knie zu zwingen und eine neue Ordnung im Nahen Osten zu etablieren, die Teherans Verbündete an den Rand drängen sollte, ist spektakulär gescheitert. Der Iran leistet nicht nur weiterhin Widerstand, sondern hat auch bewiesen, dass die USA seine umfangreichen Bestände an Raketen und Drohnen nicht vernichten können. Zudem hat Teheran die Kontrolle über die Straße von Hormus erlangt. Keine Sorge, hieß es von Politikern und Kriegsbefürwortern gegenüber der amerikanischen Bevölkerung, Trump hat eine Erfolgsstrategie. Sie argumentierten, die iranische Wirtschaft und die Straße von Hormus seien für den globalen Ölmarkt gar nicht von so entscheidender Bedeutung. Sie behaupteten, die Panikmacher würden ihre Mitbürger grundlos beunruhigen. Sicher, das Öl kommt vielleicht nicht durch die Straße von Hormus, aber Saudi-Arabien kann es über seine Ost-West-Pipeline zum Roten Meer pumpen. Doch dieser Plan ging vergangene Woche buchstäblich in Rauch auf. Im Juli griff Saudi-Arabien zweimal den Flughafen von Sanaa an. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich Ansar Allah die im Jemen regierende Gruppierung trotz der Verbindungen zwischen Sanaa und Teheran weitgehend aus dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran herausgehalten. Ansar Allah wertete die Angriffe auf die Hauptstadt als unzumutbar und nahm den Krieg gegen Saudi-Arabien wieder auf. Dieser Krieg hatte 2015 begonnen, als Saudi-Arabien eine Koalition arabischer Golfstaaten in einer Luftangriffskampagne gegen Ansar Allah anführte und gleichzeitig jemenitische Kämpfer darunter auch Al-Qaida am Boden unterstützte. Trotz der erdrückenden technologischen und finanziellen Überlegenheit Saudi-Arabiens (unterstützt von den USA und den VAE) gelang es Ansar Allah, gegen die Koalition ein Unentschieden zu erzwingen. Im Jahr 2022, nach dem Tod Hunderttausender Menschen im Jemen, willigte Saudi-Arabien in einen Waffenstillstand mit Ansar Allah ein. Dieser Waffenstillstand hielt weitgehend vier Jahre lang, bis Riad die Angriffe auf Sanaa wieder aufnahm; der erneute Krieg verläuft für Saudi-Arabien jedoch ungünstig. Am Boden im Jemen haben die Streitkräfte von Ansar Allah rasche Geländegewinne gegen die von Saudi-Arabien unterstützten Truppen erzielt, darunter die Einnahme von Mocha und mehrerer Inseln in der vergangenen Woche. Diese Erfolge verschaffen Ansar Allah eine weitaus größere Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab. Die Wasserstraße hat sich zu einer entscheidenden Schifffahrtsroute entwickelt, nachdem die Straße von Hormus vom Iran geschlossen und von den USA blockiert wurde. Noch schlimmer für Saudi-Arabien: Aus dem Jemen abgefeuerte Raketen und Drohnen haben die Ölanlagen des Königreichs erheblich beschädigt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ost-West-Pipeline Riads am Wochenende angegriffen und stillgelegt wurde. Saudi-Arabien und der Irak geben an, die Drohnen seien von irakischem Gebiet aus gestartet worden, doch keine Gruppe hat sich zu dem Angriff bekannt. Die Pipeline wird für drei bis fünf Wochen wegen Reparaturarbeiten stillgelegt. Riad musste die Exporte über seinen Hafen am Roten Meer einstellen, da die Pipeline kein Öl mehr liefert. Die Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur haben den Preis für Brent-Rohöl in die Nähe von 110 Dollar pro Barrel getrieben. Die Stilllegung der Pipeline könnte für Donald Trump zu einem größeren Problem werden. Seine derzeitige Strategie beruht darauf, genügend Öl auf den Weltmarkt zu bringen, um einen drastischen Anstieg der Benzinpreise zu verhindern, und gleichzeitig nicht über ein Ende des Krieges gegen den Iran zu verhandeln. Vor dem Angriff transportierte die Pipeline täglich rund vier Millionen Barrel etwa 4 % des weltweiten Ölangebots von der saudischen Küste am Persischen Golf zu einem Hafen am Roten Meer. Da die Pipeline außer Betrieb ist, steigen die Ölpreise. Brent-Rohöl beendete den Handel in der vergangenen Woche bei fast 105 Dollar pro Barrel. Der Krieg zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien ist ein gewaltiges Eigentor für Trump und seinen Handlanger im Nahen Osten, Mohammed bin Salman. Anstatt zu versuchen, die Ansar Allah aus dem Nahostkonflikt herauszuhalten, haben unnötige Angriffe auf Sanaa einen schlafenden Drachen geweckt. Dieser Drache hat die saudische Ölinfrastruktur in Brand gesetzt und vor allem Trumps derzeitige Strategie gegen den Iran. |
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| erschienen am 17. September 2026 auf > The LIBERTARIAN INSTITUTE > Artikel | |||
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