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  Israelische Razzia in Ortschaft im Südwesten Syriens – Mobiltelefone beschlagnahmt

Einwohner von Quneitra nach über einem Jahr aus israelischer Gefangenschaft freigelassen

Jason Ditz

 

Israelische Streitkräfte haben eine Razzia in der Ortschaft Abdin im Yarmouk-Becken im Südwesten Syriens (Gouvernement Daraa) durchgeführt. Dabei rückten Soldaten in das Wohnviertel al-Areadah vor, um dort Häuser zu durchsuchen.

Berichten aus der Ortschaft zufolge beschlagnahmten die israelischen Soldaten im Zuge dieser Durchsuchungen mehrere Mobiltelefone von Einheimischen. Wie üblich gab es weder eine offizielle Stellungnahme des israelischen Militärs zu dem Einsatz noch eine Erklärung für die Beschlagnahmungen.

Israelische Vorstöße nach Syrien gehören in den letzten Monaten zum Alltag; die Häufigkeit solcher Operationen ist jedoch in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen: Allein in den ersten beiden Septemberwochen gab es 45 einzelne Einsätze unter Beteiligung israelischer Bodentruppen auf syrischem Boden.

Bei den meisten dieser Operationen dringen israelische Soldaten – unterstützt durch Militärfahrzeuge – in Ortschaften ein oder errichten vorübergehende Kontrollpunkte an Straßen im landwirtschaftlich geprägten Südwesten Syriens. Dabei schikanieren sie Zivilisten, die zwischen Städten und Dörfern unterwegs sind oder ihre Felder aufsuchen, und nehmen diese bisweilen fest.

Eine unbekannte Anzahl syrischer Zivilisten wird von israelischen Streitkräften auf den besetzten Golanhöhen festgehalten. Am Dienstag wurde gemeldet, dass Israel einen dieser Gefangenen nach über einem Jahr Haft in das Gouvernement Quneitra entlassen hat. Die Freilassung erfolgte ohne Kommentar oder Erklärung.

Neben den Razzien am Boden und den Festnahmen von Einheimischen in den letzten Wochen hat Israel auch die Zahl der Artillerieangriffe auf die Gouvernements Quneitra und Rif Dimaschq erhöht. Einige dieser Angriffe richten sich gegen Wohngebiete, viele zielen jedoch auf landwirtschaftliche Flächen ab.

 
     
  erschienen am 16. September 2026 auf > Antiwar.com > Artikel  
  Archiv > Artikel von Jason Ditz auf antikrieg.com  
     
   
     
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