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  > Verbrechen gegen den Frieden? Na und?  
  >>> Appeasement-Politik 2.0  
 
     
  Die Politik der Europäischen Union gegenüber Syrien ist nicht nur scheinheilig, zynisch und menschenverachtend, sie ist ein Verbrechen gegen den Frieden. Das wird etwa durch einen durchgesickerten UNO-Bericht (>>> LINK) bestätigt (von dem Sie nicht viel hören werden ...), siehe auch den vor kurzem erschienenen Bericht der US-Abgeordneten Tulsi Gabbard (LINK) und das Interview mit dem niederländischen Pater Daniel Maes (LINK)! In dem Artikel "In Syrien hungert jeder Dritte" finden Sie neue Informationen. Der Bericht des Welternährungsprogramms der UNO spricht Bände und kann daher dem breiten Medienpublikum wohl auch nicht zugemutet werden ...

Das ist die Politik der Europäischen Union, die von irgendwelchen Interessengruppen gelenkt wird. Warum unsere politischen Vertreter nicht gegen diese kranke und abwegige, für keinen vernünftigen Menschen nachvollziehbare Politik auftreten, fragen Sie diese am besten selbst! Ich habe sie schon gefragt, aber einer ist wohl zu wenig ...

 
> Appell der syrischen Kirchenführer: Die Sanktionen der Europäischen Union gegen Syrien und die Syrer sind unverzüglich aufzuheben! <
     
 
     
  Seuchen

Klaus Madersbacher

 

Wie weit die Entwicklung der Menschheit ist, kann man unter anderem daran erkennen, wie viele Menschen an vermeidbaren Krankheiten und an großflächig auftretenden Seuchen sterben.

Zum Beispiel ist die Pest, als „Schwarzer Tod“ der Schrecken des Mittelalters, in Europa praktisch ausgerottet, ist weltweit aber noch gelegentlich anzutreffen – in „unterentwickelten“ Gebieten natürlich. Unzureichende hygienische Verhältnisse sind die erste Voraussetzung für das Auftreten und die Verbreitung dieser Krankheit. Immerhin gibt es wirksame Medikamente dagegen.

Eine sehr gefährliche Krankheit waren die Pocken, auch Blattern genannt. Auch diese Seuche forderte Millionen von Toten, besonders in Gebieten, in die sie neu eingeschleppt wurde und in denen es keine Resistenz gegen diese durch Viren verursachte Krankheit in der Bevölkerung gab. Zu erwähnen sind hier die amerikanischen Indianer, die den Pocken besonders zahlreich zum Opfer fielen.

Die Pocken sind meine Lieblingsseuche, erstens weil sie ausgerottet sind – „nur eine ausgerottete Seuche ist eine gute Seuche“ - und zweitens, weil ich selbst an der Ausrottung mitgearbeitet habe, und zwar im Rahmen des in den 1970er Jahren von der WHO (Weltgesundheitsorganisation der UNO) durchgeführten Smallpox Eradication Programme (Pockenausrottungsprogramm), des einzigen weltweit erfolgreichen Projekts auf dem Gebiet der Seuchenbekämpfung. Sogar größere Ausbrüche konnten wir mit unserer gut durchdachten Vorgangsweise schnell unter Kontrolle bringen.

Eine besonders schlimme Seuche ist die Cholera. Cholera kann sich praktisch ungehindert verbreiten, wenn es kein sauberes Trinkwasser gibt, etwa weil dieses durch kontaminiertes Abwasser verseucht wird. Cholera, Ruhr und Typhus weisen auf einen Mangel an sauberem Trinkwasser hin und sind lebensgefährlich für Menschen, deren Ernährung mangelhaft ist, und hier in erster Linie für Kinder und alte Menschen.

Vielleicht erinnern Sie sich an die 500.000 Kinder im Irak, die durch die nach dem Golfkrieg gegen den Irak verhängten Sanktionen getötet worden sind – ja die, die laut der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright „den Preis wert waren.“ (Im Archiv ist dazu einiges zu finden, z.B. von Dennis Halliday > LINK)

Ich schreibe ganz bewusst und absichtlich „getötet worden sind“ und nicht gestorben sind, ums Leben gekommen sind oder wie sonst in den verlogenen Medien hierzulande/im Westen zu hören ist, wenn überhaupt. Ein entsprechender Bericht der UNICEF wurde von den Vereinigten Staaten von Amerika und vom Vereinigten Königreich im Unsicherheitsrat (sic!) abgeschmettert. Ich würde sagen, dass hier ein Massenmord in riesigem Ausmaß mit größter Skrupellosigkeit durchgeführt worden ist. Unter Mitwirkung und mit Zustimmung der westlichen Wertegemeinschaft wohlgemerkt. Und der UNO, dieses erbärmlichen unter der Fuchtel des US-Außenministeriums dahinsiechenden bürokratischen Molochs.

Auch in Washington und London wird bekannt sein, dass mangelhafte hygienische Verhältnisse die Verbreitung von Seuchen fördern. Nun, was folgt daraus für die Macht- und Befehlshaber in diesen aggressivsten Schurkenstaaten der Gegenwart?

Sie lassen Kraftwerke, Trinkwasseranlagen und Abwasseranlagen durch ihre und die Kriegsflugzeuge ihrer jeweiligen „Alliierten“ zerstören.

Und dann?

Dann verhindern sie durch Blockaden und Sanktionen, dass für Reparaturen erforderliches Material ins Land gebracht werden kann. Oder verhindern, dass Nahrungsmittel oder Medikamente ins Land gebracht werden können, oder was die verbrecherischen Hirne in den Befehlszentralen sich sonst noch alles ausdenken.

Über kurz oder lang stellt sich die erwünschte Wirkung ein, die man nur als geplanten Massenmord bezeichnen kann. So geschehen in den letzten Jahren in Afghanistan, im Irak, in Libyen, in Syrien und zuletzt im Jemen. Gaza kann man ruhig dazuzählen, wo diese „Politik“ ebenfalls seit Jahren praktiziert wird, unterbrochen nur von weiteren Bombardierungen von Wohngebäuden und Infrastruktur. Dass die Medien des Westens über diese gigantischen Verbrechen gegen die Menschheit so gut wie nicht berichten, macht diese „freien Medien“ zu Mittätern im Stil von Stürmer, Völkischem Beobachter und dergleichen Naziorganen.

Der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika geht es offenbar zumindest vordergründig nicht darum, diese Länder zu erobern – es genügt, wenn diese hilflos und wehrlos gemacht werden, irgendwie gerade noch da sind oder auch nicht, sich jedenfalls nicht den aggressiven Ambitionen der nach der Weltherrschaft Strebenden in den Weg stellen können. Wohin deren Weg führt, lässt sich auf jeder Landkarte leicht herausfinden.

Die vielen Millionen getöteten, verkrüppelten und vertriebenen Menschen werden den „Preis“ auch weiterhin wert sein müssen, den die Bestrebungen der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika und ihres verbrecherischen Anhangs erfordern werden, zumindest wenn es nach dem Willen dieser Herrschaften geht.

Wie eingangs erwähnt, ist der Umgang mit vermeidbaren Krankheiten ein Maßstab für die Entwicklung der Menschheit.

Wenn bestimmte Staaten mit ungeheurem Aufwand den Tod und unsägliches Leid ungezählter Menschen bewirken, ist das direkt gegen die Entwicklung und gegen die Interessen der Menschheit gerichtet. Der Kampf gegen derlei parasitäre Staaten und ihre verbrecherische Bestrebungen ist in jeder Beziehung gerechtfertigt.

Dass einer terroristischen Supermacht und ihrem terroristischen Anhang trotz ihrer offen sichtbaren Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschheit zivilisatorische, kulturelle oder gar humanitäre Kompetenz zugestanden wird, ist offenbar ein hervorstechendes Merkmal – Symptom - einer Gesellschaft, deren geistiger Zustand sich zutiefst im pathologischen Bereich bewegt.

Offenbar haben wir es auch hier mit einer Seuche zu tun. Einer Seuche, die die Gehirne der Menschen befällt. So wie Cholerabakterien den Organismus befallen und dessen Funktionen auf Selbstzerstörung umprogrammieren.

Raten Sie mal, ob es da auch ein „Immunsystem“ gibt? Das sich dagegen wehrt, dass die Menschheit so mir nix dir nix in die Selbstvernichtung geführt werden kann?

Gehen Sie ruhig davon aus, dass es das gibt und dass auch Sie ein potentieller/potenter Teil dieses Immunsystems sein können.

Wie immer in solchen Fällen fängt es auch hier klein an. Die Chancen, dass eine Bewegung gegen den derzeit herrschenden Wahnsinn wachsen und sich letztlich durchsetzen wird, sind durchaus intakt. Es sieht vielleicht auf den ersten Blick nicht so aus, dass die Menschheit ständig gescheiter wird, aber bei näherer Betrachtung wird klar, dass das zwangsläufig der Fall sein muss. Es würde mich wundern, wenn der Organismus Menscheit sich nicht in absehbarer Zeit der Elemente entledigen wird, die aus eigennützigen Interessen in zynischer Weise das Schicksal der gesamten Menschheit gefährden und mit Füßen treten. Bisher haben wir es jedenfalls geschafft ...

 
     
  7. August 2017  
  Archiv > Artikel von Klaus Madersbacher auf antikrieg.com  
     
 
Berichte über den aggressiven Angriffskrieg gegen den Jemen im Archiv von antikrieg.com:
  Moon of Alabama - USA wollen Krieg gegen den hungernden Jemen eskalieren
  Jason Ditz / antiwar news - Bei neuem US-Luftangriff im Jemen wird ehemaliger Guantánamo-Häftling getötet
  Jason Ditz / antiwar news - Vereinigte Staaten von Amerika entsenden Zerstörer an die Küste Jemens, um ‘Seewege zu schützen’
  Jason Ditz / antiwar news - US-Regierungsvertreter bestätigen, dass ein 8 Jahre altes amerikanisches Mädchen in einer Attacke im Jemen getötet wurde
  Jason Ditz / antiwar news - Jemen berichtet über die ersten US-Drohnenattacken unter Trump
  Jason Ditz / antiwar news - Pentagon kann immer noch nicht mit Sicherheit sagen, dass das Schiff vor der Küste des Jemen angegriffen wurde
  Jason Ditz / antiwar news - US-Kriegsschiff feuert Raketen vor der Küste des Jemen ab
  Jason Ditz / antiwar news - Während Kriegsverbrechen der Saudis ansteigen, fürchten die Vereinigten Staaten von Amerika, wegen des Kriegs gegen den Jemen gesetzlich haftbar zu werden
  Jason Ditz / antiwar news - Saudische Kriegsflugzeuge bombardieren Schule in Nordjemen und töten 10 Kinder
  Jason Ditz / antiwar news - UNO stellt Jemen-Friedensverhandlungen einen Monat lang ein, pro-saudische Kräfte unternehmen eine neue Offensive
  Jason Ditz / antiwar news - UNO: Saudiarabische Luftangriffe treffen Markt im Nordjemen, töten 119
  Jason Ditz / antiwar news - Saudiarabien weist humanitäre Hilfsgruppen aus dem Nordjemen aus
  Jason Ditz / antiwar news - UNO-Bericht findet ‘systematische’ Übergriffe der Saudis auf jemenitische Zivilbevölkerung
  Jason Ditz / antiwar news - Saudi-Luftangriffe töten 18 Zivilisten im Nordjemen
  Jason Ditz / antiwar news - Cameron verteidigt massive Waffenverkäufe des Vereinigten Königreichs an Saudiarabien und den Angriff gegen den Jemen
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  Jason Ditz / antiwar news - Anführer der Houthis im Jemen: Die Gruppe wird sich gegen Aggression der Saudis wehren, ist offen für politische Lösung
  Jason Ditz / antiwar news - Blockade der Saudis paralysiert Nahrungslieferungen in den Jemen
  Jason Ditz / antiwar news - Saudi-Luftangriffe töten 36 bei Attacke auf Flaschenabfüllanlage im Jemen
  Finian Cunningham - Mitwirkung des Westens bei Völkermord im Jemen stößt auf das Schweigen der Medien
  Jason Ditz / antiwar news - Die Vereinigten Staaten von Amerika senden mehr Berater und Munition für den Krieg der Saudis gegen den Jemen
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  Jason Ditz / antiwar news - Weitere Beteiligung der Vereinigten Staaten von Amerika trotz Bedenken wegen saudischer Kriegsverbrechen im Jemen
  Jason Ditz / antiwar news - Luftangriffe der Saudis und Kämpfe töten nahezu 100 Menschen im Jemen
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  Eric Margolis - Die Vereinigten Staaten von Amerika treten in das Hornissennest Jemen
   
 
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